Short Facts

Motor

Leistung

Gewicht

Baujahr

Kilometer

R4 1090ccm

144PS

195kg

2012

15'500

What?

Der Name MV Agusta lässt viele Fans italienischer Bikes erfreut aufhorchen. Die Marke hat haufenweise Tradition (man denke an Giacomo Agostini auf der legendären Isle of Man), Stil und sie steht für Individualität unter den Zweirädern. Diese 2012er Brutale in der R-Version macht da keine Ausnahme, erst recht nicht mit dem dicksten Motor der Baureihe.

Modifikationen

Kann man eine MV Agusta optisch noch verbessern? Schwierig, denn das gesamte Motorrad ist schon ein Kunstwerk des italienischen Fahrzeugbaus. Wir haben es aber gewagt, die originalen Rückspiegel gegen ein kleines Teil aus dem Zubehörprogramm zu tauschen. Und wir finden, dass es die Form der Brutale zusätzlich unterstreicht und in der Frontpartie steht sie damit noch kompakter da. Technisch ist sie absolut unverändert, lediglich das Fahrwerk bekam von uns noch eine Feinabstimmung. Bei der individuellen Einstellung sind wir gerne behilflich.

Wie neu?

So gut wie, denn sie hat vom Vorbesitzer augenscheinlich viel Liebe erhalten und der Zustand ist einwandfrei. Zudem bekam sie vor 500km einen ausführlichen Service inklusive neuen Pneu. Und auch die ÄmÄfKa hat die technische Unversehrtheit kürzlich anstandslos bestätigt. Also Nummer dran, aufsitzen und losbrennen.

First Look

Weiss-Schwarz, muskulös und doch feingliedrig wirkend steht sie da. Eindrucksvoll sind die vielen, liebevollen Details, die man immer wieder entdeckt, da muss man den Designer aus Varese nichts vormachen. Die Kombination aus Gitterrohrrahmen und Alu-Schwingenaufnahme, der mächtige Motor samt roten Zylinderkopfdeckeln, die Doppel-Auspuffanlage sowie die Einarmschwinge, welche die hintere Felge perfekt zur Geltung kommen lässt, sind nur einige Highlights, welche dem Auge des Betrachters schmeicheln. Doch genug der schwülstigen Worte, sonst wird es langsam kitschig.  Bei der Sitzprobe fällt auf, dass die Brutale für einen Reihen-Vierzylinder sehr schmal baut und die Sitzposition eine gute Mischung aus Sportlichkeit und Langstreckentauglichkeit zu sein scheint. Ich bekomme Lust auf mehr, also den Zündschlüssel gedreht, den Motor gestartet und los geht’s!

Der Ritt

Der MV-Motor tönt im Stand beim warmlaufen lassen zwar schon nach Reihen-Vierzylinder, aber doch anders als wir es von den gängigen Japan-Tausender gewohnt sind. Heisserer und irgendwie «fauchend», was speziell und vor allem ziemlich einzigartig ist. Schon auf den ersten Metern spüre ich sofort, dass die Brutale gar nicht brutal im anstrengenden Sinn zu fahren ist. Im Gegenteil, im Alltagsverkehr wirkt sie sehr souverän, braucht wenig Kraftaufwand um alle Verkehrshindernisse zu umfahren und zieht jederzeit stramm vorwärts, egal welcher Gang gerade drin ist und wie schnell sich der Motor dreht.

 

Pflicht erfüllt, jetzt geht’s die erste Passstrasse hoch. Um es vorweg zu nehmen: Diese Italienerin hat mich gepackt, mit Haut und Haar! Beim Spannen des Gasgriffs hat dieser Motor schon bei mittleren Drehzahlen so viel Druck, dass es einem die Arme langzieht…und parallel die Mundwinkel nach hinten bis zu den Ohren. Als Supplement dreht das Kraftwerk mit richtig Biss bis weit über 10`000 U/min. Dazu noch der wie oben schon angesprochene Sound und es geht mit der objektiven Beschreibung definitiv den Bach runter. Dabei habe ich noch kein Wort über das Fahrverhalten verloren. Dank der aktiven, aber nicht unbequemen Sitzposition, dem breiten Lenker und einem Trockengewicht von unter 200kg, stürzt sich die Brutale zielgenau in Kurven aller Art. Die Mischung aus Agilität und Stabilität hat mich wirklich beeindruckt, so sollte ein guter Land- und Bergstrassenbrenner sein. Denn dadurch vermittelt die MV einerseits viel Sicherheit und Vertrauen, fordert andererseits aber auch den Spieltrieb des Reiters ungemein heraus. Passend ins Gesamtkonzept fügen sich die Brembo-Stopper ein, gut dosierbar, mit Biss und absolut standfest.

 

Zwei Punkte zum Ankreiden habe ich doch noch gefunden. Beim Rangieren hat sie einen wirklich kleinen Lenkeinschlag. Aber zum Glück ist die Italienerin ja kein Rangierzug, sondern ein Töff mit Vorwärtsdrang. Der zweite Punkt bringt mich schon mehr ins Grübeln: Wie würde ich wohl mit diesem Heizgerät durch den Sommer kommen, ohne in ein Scharmützel mit der Rennleitung am Strassenrand zu geraten?

Short cut

Stilvoll schnell.

Noch mehr Bilder von der Brutale findest Du in unserer Galerie. Solltest Du Fragen zu diesem Bike haben, benutze bitte das untenstehende Formular. Wir werden uns zeitnah bei Dir melden.

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