Short Facts

Motor

Karosserie

Getriebe

Antrieb

Zulassung

Kilometer

3.4L V8 Mittelmotor

Coupé

5-Gang manuell

Heck

ab MFK

22'600

Giallo Fer 102

Es gibt nicht viele Autos, welche in Gelb funktionieren und wie bei Zitronen, ist ein gelbes Auto sehr stark vom persönlichen Geschmack abhängig. Man liebt sie, oder man hasst sie. Wir haben mit vielen Leuten über den 348tb gesprochen und wir mussten feststellen, dass Ferrari nicht nur im Allgemeinen eine Ausnahme in der Automobilwelt ist, sondern auch dann, wenn es um die Farbe geht. Kurz; jeder, der diesen 348tb auf Bildern oder in echt schon gesehen hat, war hin und weg. Ein Ferrari muss also nicht immer so rot sein, wie es quasi ein ungeschriebenes Gesetz in der Branche vorsieht. Nein, gerade der 348er darf gerne gelb sein. Es unterstreicht dessen Seele, jene eines leicht verrückten, aber dennoch zivilisierten Sportwagens der alten Schule. Dieser 348tb ist zu 100% und unmissverständlich ein Derivat der legendären italienischen Autoschmiede aus Maranello.

Kommender Klassiker?

Nach unserem Ermessen, Ja!  Der 348 ist eines der wenigen Autos, an welchen der von Trends getriebene Zeitgeist scheinbar spurlos vorbeigezogen ist. Trotz seiner 28 Jahre ist das Auto weder altbacken, barock oder gar "out". Er ist wahrlich zeitlos gezeichnet und man kann sich auch heute noch kaum an diesem klassischen Mittelmotorsportwagen sattsehen. Es ist wirklich schwer zu glauben, dass der 348 in zwei Jahren eine Veteranenzulassung bzw. ein H-Kennzeichen erhalten würde und damit, man halte sich kurz fest, offiziell als Oldtimer gilt. Das legendäre Designstudio Pininfarina hat hier wahrlich grossartige Arbeit geleistet, ohne Wenn und Aber. Und ebenso heute schon klassisch, der charakteristische Klang der Hupe, die gleichzeitig geniale wie bescheuerte Feststellbremse und die Art und Weise, wie man das Radio in die zweite Reihe verbannt hat.

Ästhetik

Der 348er war damals nicht jedes Ferraristi' Lieblingspferd. Böse Zungen schimpften, dies sei der erste Ferrari, welcher ohne Enzos Meinung und persönlichem Einfluss gebaut wurde. Und deswegen sei er nicht würdig, kein richtiger Ferrari, ein schwarzes Schaf. Im Nachhinein stellt man fest, dass auch diese Marke den Wandel nach dem Ableben des Commendatore sehr gut gemeistert hat, man muss sich vor Augen führen, wo Ferrari heute (überall) ist und wo das alles eigentlich angefangen hat? Und damit stehen wir hier vor dem 348tb, schlicht, schnörkellos, klassische kantig aber dennoch nicht abweisend. Das Auto hat einerseits die charakteristischen Proportionen der 308er und 328er, lehnt sich dezent an den Testarossa an und ist dennoch ein völlig eigenständiges Stück Designkunst. Auch für heutige Verhältnisse ist dieser Ferrari noch sehr modern, ganz ohne die Nostalgie und das Erbe zu verleugnen und ist damit, ein echter Ferrari und würdiger Träger des "Cavallino rampante".

Der Innenraum

Man muss den Italienern wirklich nicht beibringen, wie man etwas Ikonisches, etwas Legendäres erschafft. Das gilt nicht nur für die Aussenhaut, sondern auch für den Innenraum dieses 348tb. Feinste Materialien, eine wunderbar stramme und sportliche Ergonomie sowie die eine oder andere Annehmlichkeit wie elektrische Fenster und eine automatische Klimaanlage lassen kein Verlangen nach weiteren, aber eigentlich unnötigen Komfortmassnahmen aufkommen. Konstruktionsbedingt haben praktisch alle 348er ein, ziemlich klebriges Problem im Innenraum; die Mittelkonsole. Man verwendete damals einen Softlack, welcher die Halbwertszeit von einer Banane besass und auch in diesem 348er war der ganze Kunststoff irgendwann klebrig, unangenehm und, naja, halt pfui Teufel. Hier hat man einiges in die nachhaltige Beseitigung dieses Missstandes investiert, ergo sieht die Mittelkonsole aus wie neu, dies gilt übrigens auch für den Rest des Innenraums, Teppiche, Schalter Lenkrad, die Sitze und die Türverkleidungen sind frei von Verschleisserscheinungen. Kein Wunder für ein Auto mit knapp 23'000 Kilometern, durchaus bemerkenswert aber für ein 28 Jahre altes italienisches Gesamtkunstwerk. Immer wieder aufs neue beeindruckend.

 

Selbstverständlich hat der Gelbe auch Stauraum und zwar in Form eines Kofferabteils in der Front. Also naja, es ist mehr ein Sporttaschenabteil, aber es reicht locker für einen Wochenendtrip in die wunderschöne Toskana. Und auch dort, das Gepäckabteil ist freizusprechen von Verschleisserscheinungen oder unbeabsichtigten Spuren von Wassereinbrüchen. Dass die Feststellschrauben für den Sicherungskasten das scheuende Pferd tragen zeugt davon, Ferrari hatte schon immer ein Auge für diese speziellen Details.

 

Es versteht sich von selbst, dass die Armaturen mit ihren leucht-orangen Schriftzügen alle einwandfrei funktionieren und korrekte, durchgehend gesunde Werte anzeigen.

Dynamik

286 PS. Für heutige Verhältnisse klingt das nach einem Sturm im Wasserglas. Allerdings, diese 286 italienischen Pferde haben leichtes Spiel mit den rund 1450 Kilogramm Lebendgewicht. Dazu kommt, dass keine elektronische Nonna die Horde im Zaum hält, hier wird das abgeliefert, was die Maschine zu leisten vermag, der 348 kommt ohne Filter, ohne Watte und ohne Zucker. Der längs eingebaute Sauger V8 benötigt, nein er will Drehzahlen. Oberhalb von 5000 Umdrehungen entwickelt das Triebwerk ein beachtliches Temperament und wer sich auf einer von Geschwindigkeitsbegrenzungen befreiten Strecke befindet, kann den 348 bei Bedarf auf eine Höchstgeschwindigkeit von 278km/h treiben. Wer sich weniger auf die Höchstgeschwindigkeit, mehr auf die eigentliche Fahrdynamik einlassen will, kriegt das, wonach viele Hersteller heute wieder in ihre Autos zu packen versuchen; pure Sportlichkeit. Und auch hier, sicherlich ist so mancher moderne Sportler agiler, schneller und leichter zu handeln. Aber, und das ist ein grosses aber, der 348 lässt dich dafür spüren, was gerade abgeht. Die Lenkung ohne Servounterstützung benötigt Kraft und kommuniziert unmissverständlich die Traktionsverhältnisse. Im 348 weisst du immer, was gerade Sache ist, vor allem dann, wenn der Spass losgeht. Und wenn es soweit ist, liefert der 348 einen angemessenen Soundtrack. Die originale Auspuffanlage röhrt angemessen, aber unaufdringlich und gerade mit dem Sound wir der Gelbe wunderbar abgerundet. Dort wo die heutigen Supersportler einfach oft schon ziemlich drüber sind, bleibt der tb angemessen und kommt auch ohne Klappengeschichten und Soundgeneratoren aus. Und trotzdem, dass heutige Sportwagen definitiv überall schneller sein werden, von der gefühlten Fahrdynamik her braucht sich dieser Ferrari vor keinem modernen Sportwagen zu verstecken. Im Gegenteil, da könnte sich so manches Sportgerät von heute noch eine dicke Scheibe von abschneiden.

 

Auch hier, wenn man sich vor der Fahrt mit dem 348 ein wenig durch's Netz wühlt kriegt man den Eindruck, das Auto fahre nicht so, wies es ein Ferrari sollte. Wir sagen; Alles Quatsch. Das Auto fühlt sich extrem agil an, es kommt vor allem wegen der sehr direkten Lenkung und dem willigen Einlenkverhalten schnell Go-Kart Feeling auf. Und nein, wir haben das Auto nicht an den Grenzbereich getrieben, aber wir wagen die Prognose, dass sich dieses Auto für ein Mittelmotorkonzept narrensicher und vor allem, mit extrem viel Fahrspass fahren lässt. Der 348 ist unmissverständlich mechanisch, kommunikativ und grundehrlich. Also so, wie es sein sollte.

 

Sporttaste? Gibt's hier nicht. Und braucht's hier nicht. Das Auto ist immer Sport, hat den Regler immer auf der 10 und gesteht sich selber auch keine Kompromisse zu. Das "Cavallino rampante" stand damals wie heute für eine der stärksten Marken überhaupt und der Garant für Leidenschaft, Temperament, Schönheit und eine italienische Portion Verrücktheit. Und vor allem, das Pfeifen darauf, was andere Hersteller immer wieder mal zu selbsternannten Massstäben zu erheben wollten. Ein Ferrari konnte noch nie mit geltenden Massstäben gemessen werden, ausser eben mit jenen von Ferrari selbst.

Apropos Dynamik; die Schaltung. Hier muss noch von Hand geschaltet werden und zwar mit Vehemenz. Das Getriebe gehört nicht zu der fluffig-kuscheligen Sorte, welches die jeweiligen Fahrstufen quasi von selber in die Schaltgasse reinsaugt, hier muss man eine gewisse Entschlossenheit für den Fahrstufenwechsel an den Tag legen. Und es gibt kaum ein schöneres Geräusch in einem Ferrari jener Tage, als das charakteristische Klicken, welches aus dieser wunderschönen Schaltkulisse dringt, wenn man den nächsten Gang einsortiert hat.

Zustand

Der 348tb, welchen wir hier in Kundenauftrag anbieten, ist aktuell und nachvollziehbar in zweiter Hand. Davon zeugen das gefüllte Servicehandbuch und der originale erste Kaufvertrag. Dies widerspiegelt sich auch im Gesamtzustand des Ferraris, im Gegensatz zu so manchem Auto welches durch zig Hände gegangen ist, wurde der Gelbe immer nach Herstellervorgaben gewartet und bei Bedarf wurden aufkommende Defekte sofort behoben. Das Auto wurde in der Schweiz ausgeliefert und hat das Land zumindest besitzertechnisch nie verlassen. Selbstverständlich hat das Auto ein paar wenige Gebrauchsspuren, diese halten sich aber für ein 28 Jahre altes Fahrzeug in einem extrem überschaubaren Rahmen. Lacktechnisch konnten wir lediglich auf der linken Seite eine Nachlackierung feststellen, ansonsten ist die Aussenhaut weder verblichen, noch abgeschossen oder von übermässigen Waschanlagenbesuchen zerkratzt. Die Felgen sind frei von Spuren ungewollter Randsteinkontakte. Der Innenraum weist ebenso keine Beschädigungen oder wahrnehmbare Abnutzungserscheinungen auf. Das Lederlenkrad und auch die Sitze sind weder speckig noch zerkratzt oder sonstwie abgenutzt. Auch die Teppiche und der Dachhimmel sind in tadellosem Zustand. Motorenseitig gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden, die Maschine wurde regelmässig gewartet, auch dann, wenn gemessen an der geringen Laufleistung eigentlich keine Servicearbeiten notwendig waren. Dazu gehören auch regelmässige Zahnriemenwechsel nach den Vorgaben aus Maranello (alle drei Jahre). Vor dem Verkauf wird besagter Zahnriemen ebenfalls nochmal getauscht, eine normale Wartung durchgeführt (alle Flüssigkeiten) und die Klimaanlage neu befüllt.

Originales und Originelles

Kurz; alles original. An dem Auto wurde nichts modifiziert, getunt oder sonstwie "optimiert". Der 348tb steht heute so da, wie er damals das Werk verlassen hat und war seit der Erstzulassung in den Händen von zwei Liebhabern, welche das Auto zweifellos in seinem Wert geschätzt haben. Deswegen gibt es zu dem gelben auch noch ein massgeschneidertes Pyjama von Ferrari dazu, seidenfein und anschmiegsamer als so manche teure Bettwäsche. Und btw; sogar im Schlafanzug sieht der 348 unverschämt gut aus. Die originale Dokumentenmappe aus feinstem Leder sowie die Handbücher und Garantieunterlagen sind ebenfalls vorhanden.

Technisches und Optionen

Auf dem ersten Kaufvertrag bzw. der Bestellung sind folgende Optionen vermerkt: Teppich nero 90 und eine Klimaanlage. That's it.

Noch mehr Bilder dieser etwas verrückten, zeitlosen italienischen Schönheit findest Du in unserer Galerie. Wenn du denkst, wir haben Dir jetzt hier einen vom Pferd erzählt, dann liegst du nicht ganz falsch. Solltest Du Interesse an oder Fragen zu diesem Fahrzeug haben, benutze bitte das untenstehende Formular oder ruf uns unter untenstehender Nummer an. Wir werden uns selbstverständlich zeitnah bei Dir melden.

 

Gruss aus der Küche

Roger

CHF 86'000

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